Ich habe große Sorgen – wo finde ich vertrauenswürdigen Rat und Hilfe?

Kinder und Jugendliche – Gesundheitliche Probleme, Sucht

Dies ist ein Überblick, der Ihnen die Bandbreite des Themas Gesundheitliche Probleme, Sucht veranschaulichen soll. Wenn Sie aber gleich zum umfassenden Themenkreis Kinder und Jugendliche mit seinen vielen Stichworten gehen und dabei zusätzlich gute Links und Link- Beschreibungen mit Hilfe-Tipps und -Angeboten finden wollen, klicken Sie bitte hier

Ich bin chronisch krank / ich bin behindert

Ob Freizeittips, Ratschläge zur Bewältigung des Alltags, Tips zum Umgang mit Behörden, der Umgang mit Ausgrenzung und Diskriminierung oder auch Kontakte zu medizinischen Fachleuten und Institutionen – Beratungen und Netzwerke von und für Menschen mit Behinderungen oder chronischen Erkrankungen können vieles einfacher machen. U. a. auf der Seite des Kindernetzwerks findest du eine Reihe von örtlichen Gruppen und Vereinen. Auch Wohlfahrtsorganisationen wie z. B. die Caritas oder die Arbeiterwohlfahrt bieten Beratung für Menschen mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen an. Manchmal brauchst du vielleicht auch einfach jemandem zum Sprechen und um deine Sorgen zu teilen – dann kannst du dich z. B. an die Telefonberatung Nummer gegen Kummer wenden.

Hilfen bei körperlicher und geistiger Behinderung

Menschen mit körperlichen und geistigen Behinderungen haben ein Recht, am gesellschaftlichen Leben eigenverantwortlich und so selbstständig wie möglich teilzunehmen. Das gilt auch für Kinder und Jugendliche, und zwar nicht nur im Kindergarten, in der Schule und Ausbildung, sondern auch in der Freizeit. Um dies zu unterstützen, gibt es sogenannte Eingliederungshilfen, die z. B. Leistungen bezahlen, die nicht von der Kranken- oder Pflegeversicherung bezahlt werden. Du bzw. deine Eltern können sich u. a. bei den sogenannten Unabhängigen Teilhabeberatungsstellen informieren, welche Hilfen dir zustehen und wo diese beantragt werden können.

Ich bin unheilbar krank / ich werde sterben

Wer unheilbar erkrankt ist, hat viele Fragen, Ängste und Sorgen. Natürlich ist es gut, mit der eigenen Familie und den eigenen Freunden und Freundinnen zu sprechen, aber manchmal tut es auch gut, wenn jemand ‚von außen‘ zuhört. Einfach jemand, der Erfahrung und Verständnis hat, oder auch jemand, der selber in einer ähnlichen Situation ist.

Eingliederungshilfen bei seelischer Behinderung

Kinder, Jugendliche und auch junge Erwachsene mit einer seelischen Behinderung haben unter Umständen Anspruch auf sogenannte Eingliederungshilfen, die sie an der Teilhabe am gesellschaftlichen Leben unterstützen sollen, und zwar sowohl im Kindergarten und in der Schule, in der Ausbildung und im Beruf als auch in ihrer Freizeit und in ihrem familiären Umfeld. Ziel ist es, Selbstständigkeit und Eigenverantwortung im Alltag zu fördern. Als seelische Behinderung gelten langfristige psychische Erkrankungen oder Verhaltensstörungen wie z. B. Autismus, Essstörungen, Depressionen, ADHS oder Psychosen. Anders als z. B. bei körperlichen Behinderungen ist für den Antrag auf diese Eingliederungshilfen das Jugendamt zuständig. Es ist sinnvoll, sich schon vor der Antragsstellung beraten zu lassen, und zwar bei einer sogenannten „Ergänzenden Unabhängigen Teilhabeberatung“ (EUTB).

Ich habe Essstörungen

Im Internet kursieren viele gefährliche Fehlinformationen zum Thema Essstörungen. Auf manchen Seiten werden Essstörungen verharmlost oder sogar verherrlicht. Es ist sehr wichtig, sich eine seriöse Beratung und Behandlung zu suchen. Die hier gelisteten Beratungsangebote helfen dabei; auf der Seite der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung lassen sich auch Angebote in deiner Nähe nach Postleitzahl finden.

Ich trinke zu viel

Auch wenn das Trinken von Alkohol bei vielen Menschen zum Alltag dazuzugehören scheint – Alkohol ist eine Droge, die schnell abhängig machen kann und die Gesundheit schädigt. Viele, auch Erwachsene, unterschätzen die Gefahren. Und für junge Menschen ist das Trinken besonders riskant. Oft merkt man erst gar nicht, wie sehr man sich schon daran gewöhnt hat, regelmäßig zu trinken. Und manchmal trinkt man mit, weil es angeblich „alle“ tun, weil man dazugehören möchte. Du solltest dich in jedem Fall gründlich über Alkohol informieren. Wenn du dir Gedanken um deinen Alkoholkonsum machst, lass dich z. B. beim Infotelefon für Suchtvorbeugung beraten. Spätestens, wenn du merkst, dass du nicht mehr „nein“ sagen kannst, dass du einen Drang spürst, zu trinken oder nicht aufhören kannst, wenn du erst einmal angefangen hast; wenn dein Alkoholkonsum deinen Alltag beeinträchtigt oder wenn du bei Problemen und Sorgen trinkst, solltest du dir unbedingt Beratung und Hilfe suchen. Bei der Suche nach einer Beratungsstelle in deiner Nähe helfen die Suchthilfeangebote oder auch die Telefon- und Onlineberatungen für Kinder und Jugendliche. Die Beratung ist immer vertraulich, du kannst also offen reden, auch wenn du zum Beispiel noch zu jung bist, um legal Alkohol zu trinken.

Ich bin drogensüchtig / nehme Drogen

Wenn du Angst hast, drogensüchtig zu werden oder vielleicht schon weißt, dass du nicht mehr aufhören kannst, suche dir dringend Hilfe, je früher desto besser. Aber auch, wenn du nur gelegentlich Drogen nimmst, oder wenn du überlegst, ob du etwas ausprobieren solltest – informiere dich über die Gefahren! Die Beratung sowohl bei Drogensuchthilfestellen als auch bei den Kinder- und Jugendberatungen ist immer vertraulich und auf Wunsch anonym; du kannst also offen sprechen, auch wenn du Zugang zu illegalen Drogen hast. Auch wenn du dir Sorgen um einen Freund/eine Freundin oder ein Familienmitglied machst, kannst du dich beraten lassen.

Ich bin spielsüchtig/online-süchtig/handy-süchtig

Nicht nur illegale Drogen oder Alkohol und Nikotin können süchtig machen. Viele Menschen können ein bestimmtes Verhalten nicht kontrollieren, sie werden z. B. süchtig nach Glücks- oder Computerspielen, können das Handy nicht mehr aus der Hand legen, weil sie Angst haben, etwas zu verpassen, oder sind ständig in den sozialen Medien unterwegs. Es kann sehr schwierig sein, diese Süchte zu bekämpfen, da z. B. das Internet für die meisten von uns beinahe ständig verfügbar ist. Wenn du merkst, dass Spiele, dein Handy oder die sozialen Medien anfangen, dein Leben zu bestimmen; wenn es dir schwerfällt, nicht online zu sein, oder wenn du anfängst, viel Geld für Glücksspiele auszugeben, suche dir Beratung und Hilfe, und zwar je früher, umso besser.

Weitere Stichworte zum Thema:

Neben den hier genannten Themen findest du in den Bereichen „Gesundheitliche Probleme – Behinderung“ und „Alkohol – Drogen – Essstörungen – andere Sucht“ auch die folgenden Stichworte:

  • – Studium und Behinderung / Beeinträchtigung
  • – Ich trinke Alkohol / nehme Drogen, um dazuzugehören


Auch diese Stichworte werden ausführlich beschrieben, und du findest, wie für alle Stichworte, eine Reihe hilfreicher, kommentierter Links.

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