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Hilfe bei existentiellen Gesundheitsfragen – Behinderung

Dies ist ein Überblick, der Ihnen die Bandbreite des Themas „Behinderung“ veranschaulichen soll. Wenn Sie aber gleich zum umfassenden Themenkreis Hilfe bei existentiellen Gesundheitsfragen mit seinen vielen Stichworten gehen und dabei zusätzlich gute Links und Link- Beschreibungen mit Hilfe-Tipps und -Angeboten finden wollen, klicken Sie bitte hier

Behinderung allgemein

Behinderung kann unterschiedliche Formen aufweisen: Als Mensch mit Behinderung gilt in Anlehnung an § 3 des Behindertengleichstellungsgesetzes, der eine körperliche, geistige, seelische oder Sinnesbeeinträchtigung hat, die ohne Unterstützung dauerhaft eine gleichberechtigte Teilhabe am Leben verhindert. Die Behinderung kann sich in allen Lebensphasen auswirken – in der Kita, in der Schule, bei der Ausbildung, im Beruf, in der Familie, in der Freizeit oder später im Alter. Sie betrifft die Menschen selbst, kann aber auch die Familie und den Freundeskreis bewegen oder Probleme im Berufsleben mit sich bringen. Nicht zuletzt wirkt sie sich auf die Gesundheit aus.

Es gibt zahlreiche gute und seriöse Ratgeber im Netz, z. B, vom Gesundheitsministerium, dem gemeinnützigen beta-Institut oder der Aktion Mensch. Sehr verdienstvolle Unterstützung finden Sie bei der Bundesvereinigung Lebenshilfe. Der Familienratgeber der Aktion Mensch und die Lebenshilfe geben auch Hinweise auf Beratungsstellen vor Ort, bei der Lebenshilfe gibt es zahlreiche davon in den Landesverbänden. Bei den großen Wohlfahrtsverbänden wie der Caritas, dem DRK oder der Diakonie finden Sie ebenfalls gute Informationen zu Beratungsstellen, teils können Sie sich bei diesen auch telefonisch oder online beraten lassen. Gute Infos und vielfach auch Trost erhalten Sie bei den zahlreichen Selbsthilfegruppen, die es für viele Themen, die Behinderungen betreffen, auch in Ihrer Nähe gibt. Die Entfernung spielt allerdings bei speziellen Problemen keine große Rolle, da die meisten Selbsthilfegruppen mittlerweile online erreichbar sind.

Es gibt zahlreiche staatliche Förderprogramme, die in der Regel finanzieller Natur sind. Diese betreffen vor allem Kitas, Schulen sowie Ausbildung und Eingliederungsmaßnahmen in den Beruf. Eine mindestens ebenso große Rolle spielen die Menschen, die die Inklusion vorantreiben: Erzieherinnen und Erzieher, Lehrerinnen und Lehrer, Menschen aus den Bereichen Sozialpädagogik, Physio- und Psychotherapie sowie viele andere Beteiligte, aber nicht zuletzt engagierte Unternehmen, die die Integration von Menschen mit Behinderung vorantreiben.

Das gemeinsame Lernen von Kindern mit und ohne Behinderung ist erstrebenswert und meist möglich. Den Bedürfnissen der Kinder mit Behinderung kann je nach Art und Schwere der Behinderung durch zahlreiche Maßnahmen Rechnung getragen werden, z. B. durch eine Assistenzkraft, spezielle Arbeitsblätter oder die sozialpädagogische Betreuung in Kursen, in denen sie Defizite haben. Ein Studium mit Behinderung ist ebenfalls möglich. Mittlerweile verfügt nahezu jedes Studierendenwerk über ein spezielles Büro für Studierende mit Behinderung. Hier können Sie sich beraten lassen, welche Fördermaßnahmen möglich sind, z. B. eine Begleitung oder Zuschüsse für behindertengerechte Studienmittel.

Es gibt umfangreiche Fördermaßnahmen für die berufliche Ausbildung und Eingliederung der Menschen mit Behinderungen. Die staatlichen Fördermaßnahmen richten sich im Wesentlichen an Unternehmen und Selbstständige. Sie bestehen meist aus Ausbildungs-, Lohn- und Gehaltszuschüssen, die für Ihre Arbeit bzw. Ihre Aus- und Weiterbildung gezahlt werden. In welcher Höhe und wie lange diese gezahlt werden, hängt vom Einzelfall ab, im Wesentlichen von Art und Schwere der Behinderung. Zuschüsse kann der Betrieb auch erhalten, wenn er für die Beschäftigung eines Menschen mit Behinderung behindertengerechte Geräte und andere Dinge anschaffen, aufrüsten oder ändern muss. Allerdings stellt mangelnde Information ein großes Eingliederungsproblem dar. Vor allem in kleineren und mittleren Betrieben ist oft nicht bekannt, welche Zuschüsse es wofür, in welcher Höhe und für welchen Zeitraum es bei der Einstellung von Menschen mit Behinderungen gibt. Daneben herrscht oft Unkenntnis darüber, dass mit speziellen Behinderungen auch Stärken verbunden sein können, z. B. bei starker Sehschwäche ein erhöhtes Konzentrationsvermögen.

Falls die Behinderung so ausgeprägt ist, dass die Menschen im regulären Arbeitsmarkt nicht vermittelt werden können, stehen ihnen die Werkstätten für Menschen mit Behinderungen offen. Die Werkstätten sind keine Erwerbsbetriebe, also nicht gewinnorientiert. Sie sollen verhindern, dass sich die Menschen vom Arbeitsleben ausgeschlossen fühlen und sie im besten Fall auf den regulären Arbeitsmarkt vorbereiten. Abgestellt auf den Einzelfall werden die Talente entwickelt, erhöht oder wiederhergestellt, damit die Menschen zur Steigerung des Selbstwertgefühls ein Mindestmaß an verwertbarer Leistung erbringen können, z. B. in der Hauswirtschaft oder in der Gartenpflege. Gelegentlich gelingt es, sie soweit zu rehabilitieren, dass sie am regulären Arbeitsmarkt bestehen können, meist arbeiten sie weiter in den Werkstätten.

Viele Menschen mit Behinderungen leben zusammen mit der Familie oder allein in Wohnungen, die oft behindertengerecht sind. Es gibt ebenfalls verschiedene Arten von Wohneinrichtungen für Menschen mit Behinderungen. Dazu gehören z. B. Anlagen für betreutes Wohnen oder Wohngruppen für behinderte Menschen. Heime für Menschen mit speziellen Behinderungsarten existieren ebenfalls, z. B. für stark sehbehinderte und blinde Menschen wie das Senator-Ernst-Weiß-Haus in Hamburg. Oft gehören diese Wohneinrichtungen zu einem größeren Komplex, zu dem auch andere Elemente wie Werkstätten für Menschen mit Behinderungen gehören.

Geistige Behinderung / Intellektuelle Beeinträchtigung

In der Alltagssprache ist geistige Behinderung ein Sammelbegriff für unterschiedliche Formen intellektueller Beeinträchtigung. Je nach Abgrenzung und Definition wird geschätzt, dass zwischen 1% und 3% der Menschen in Deutschland darunter leiden. Bekannt sind u. a. das Down-Syndrom (mehrere Formen) sowie die Autismus-Spektrum-Störungen (ebenfalls mehrere Formen, allerdings wird nur etwa die Hälfte einer geistigen Behinderung zugerechnet). Menschen mit geistiger Behinderung haben oft ebenfalls andere Beeinträchtigungsformen wie z. B. Körperbehinderungen – dies ist z. B. häufig beim Down-Syndrom der Fall.

Wie die Menschen im täglichen und sozialen Leben zurechtkommen und welche Unterstützung / Förderung sie brauchen, hängt von Art und Schwere der Behinderung ab. In der Regel wird der Grad der geistigen Behinderung anhand des Intelligenzquotienten – IQ – ermittelt. Dafür werden standardisierte Testverfahren verwendet, bei denen die ‘Normal-Intelligenz’ gleich 100 gesetzt wird. Getestet wird meist auf etwa 15 Fähigkeits- und Fertigkeitsgruppen, bei denen teils Möglichkeiten geistig behinderter Menschen unterrepräsentiert sind. Die Bestandteile der Tests unterscheiden sich, die Ergebnisse können deshalb differieren. Die in der Alltagssprache als Lernbehinderung bezeichnete Intelligenzminderung liegt vor, wenn der IQ zwischen 70 und 85% liegt (der Begriff wird von der Weltgesundheitsorganisation WHO nicht mehr verwandt und bei vielen Definitionen nicht als geistige Behinderung bezeichnet).

Geistige Behinderung wird häufig in vier Schweregrade eingeteilt: Die leichte Form liegt vor, wenn der IQ zwischen 50% und 70% liegt. In der engen Definition umfasst diese Gruppe etwa 85% der geistig behinderten Menschen. Kinder können die Schule besuchen, eventuell eine Ausbildung machen sowie später am Arbeitsleben teilnehmen. Im sozialen Leben können sie Probleme haben und Opfer von Manipulationen werden. Im Alltagsleben benötigen sie, ähnlich wie Kinder, Unterstützung. Wenn der IQ zwischen 35% und 50% liegt, spricht man von einer mittelschweren geistigen Behinderung. Etwa 10% der Menschen mit geistiger Behinderung sind davon betroffen, ihre Entwicklung ist sehr unterschiedlich. Sie benötigen auch im Alltag viel Zuwendung, Hilfe und Aufmerksamkeit, können aber einfache Dinge erlernen und ausführen, dies muss allerdings immer unter Aufsicht geschehen. Unter anderem das Down-Syndrom fällt in diesen Bereich. Eine schwere geistige Behinderung liegt vor, wenn der IQ zwischen 20% und 35% liegt. Hierzu gehören etwa 3% bis 4% der Menschen mit geistiger Behinderung, ihre Fähigkeiten sind deutlich eingeschränkt, sie benötigen ständig Hilfe und Überwachung. Schwerste geistige Behinderung liegt vor, wenn der IQ weniger als 20% beträgt. Diese Form der Beeinträchtigung tritt häufig mit neurologischen Erkrankungen gemeinsam auf und benötigt ständige Hilfe und Überwachung.

Ursachen für eine geistige Behinderung gibt es viele. In einem Drittel der Fälle ist die Ursache allerdings bislang unbekannt. Vielfach ist die Behinderung genetisch bedingt, liegt aber zumeist nicht daran, dass defekte Gene von den Eltern an ihre Kinder vererbt werden. Es handelt sich vielmehr um neue Mutationen in der Eizelle nach der Befruchtung, die sehr unterschiedlich sein können, aber für einen Großteil der Ursachen verantwortlich sind. Daneben gibt es zahlreiche andere Faktoren wie Infektionen oder Schadstoffeinnahme wie Alkohol oder Medikamente während der Schwangerschaft, Probleme bei der Geburt wie Sauerstoffmangel, schwere Mangelversorgung oder Infektionen während des frühen Kindesalters oder Unfälle und Hirn- oder Hirnhautentzündung im weiteren Leben.

Einige geistige Behinderungsarten lassen sich auch schon während der Schwangerschaft durch einen Bluttest ermitteln. Die gesetzlichen Krankenkassen erstatten diesen Test zwar auch, aber die Eltern verzichten häufig darauf, da sie sich auf das Kind freuen wollen und eine zu große psychische Belastung für sich befürchten.

Einig aber ist man sich, dass Behinderungen und somit auch geistige Behinderung möglichst früh erkannt werden müssen. Je schneller die Früherkennung erfolgt, desto schneller kann die Frühförderung einsetzen, die die Behinderungen lindern und in manchen Fällen heilen kann. Die Frühförderung erfolgt bis zum Schuleintritt und wird ebenfalls von den gesetzlichen Kassen erstattet, kommt also voll dem Kind zugute. Sie bezieht neben den Kindern die Familie und das soziale Umfeld mit ein. Sie findet teils zu Hause statt, aber oft in speziell mit Spielen, Geräten, Instrumenten und anderen Dingen eingerichteten Tagesstätten. Die Maßnahmen beinhalten, je nach Art und Schwere der geistigen Behinderung, z. B. Musik, Sprachförderung, Konzentrations- und Geschicklichkeitsübungen, Bewegungsabläufe sowie andere Dinge, aber auch medizinische Unterstützung.

Auch sonst gibt es zahlreiche staatliche Förderprogramme, die in der Regel finanzieller Natur sind. Diese betreffen vor allem Kitas, Schulen sowie Ausbildung und Eingliederungsmaßnahmen in den Beruf. Eine mindestens ebenso große Rolle spielen die Menschen, die die Inklusion vorantreiben: Erzieherinnen und Erzieher, Lehrerinnen und Lehrer, Menschen aus den Bereichen Sozialpädagogik, Physio-, Ergo- und Psychotherapie sowie viele andere Beteiligte, aber nicht zuletzt engagierte Unternehmen, die die Integration von Menschen mit Behinderung vorantreiben.

Das gemeinsame Lernen von Kindern mit und ohne Behinderung ist erstrebenswert und meist möglich. Für die Frage, ob allgemeine Schule oder Förderschule, wird bei Behinderung des Kindes oft ein sonderpädagogisches Gutachten erstellt. Auf Basis dieses Gutachtens werden die vorab ausgesuchten Schulen gefragt, ob sie den nötigen Förderbedarf bieten können. Wenn sie dies verneinen, sollten die Eltern unter Umständen hartnäckig sein. Den Bedürfnissen der Kinder mit Behinderung und ihrem Recht auf schulische Teilhabe kann je nach Art und Schwere der Behinderung durch zahlreiche Maßnahmen Rechnung getragen werden, z. B. durch eine Assistenzkraft oder spezielle Arbeitsblätter.

Es gibt umfangreiche Fördermaßnahmen für die berufliche Ausbildung und Eingliederung der Menschen mit Behinderungen. Die staatlichen Fördermaßnahmen richten sich im Wesentlichen an Unternehmen und Selbstständige. Sie bestehen meist aus Ausbildungs-, Lohn- und Gehaltszuschüssen, die für Arbeit bzw. Aus- und Weiterbildung gezahlt werden. In welcher Höhe und wie lange diese gezahlt werden, hängt vom Einzelfall ab, im Wesentlichen von Art und Schwere der Behinderung. Mangelnde Information stellen ein großes Eingliederungsproblem dar. Vor allem in kleineren und mittleren Betrieben ist der Umfang der Zuschüsse oft nicht bekannt. Daneben herrscht oft Unkenntnis darüber, was Menschen mit welcher geistigen Behinderung leisten können.

Falls die Behinderung so ausgeprägt ist, dass die Menschen im regulären Arbeitsmarkt nicht vermittelt werden können, stehen ihnen die Werkstätten für Menschen mit Behinderungen offen. Die Werkstätten sind keine Erwerbsbetriebe, also nicht gewinnorientiert. Sie sollen verhindern, dass sich die Menschen vom Arbeitsleben ausgeschlossen fühlen und sie im besten Fall auf den regulären Arbeitsmarkt vorbereiten. Abgestellt auf den Einzelfall werden die Talente entwickelt, erhöht oder wiederhergestellt. Sie arbeiten z. B. in der Hauswirtschaft oder in der Gartenpflege. Gelegentlich gelingt es, sie soweit voranzubringen, dass sie am regulären Arbeitsmarkt bestehen können, meist arbeiten sie weiter in den Werkstätten.

Viele Menschen mit Behinderungen leben zusammen mit der Familie. Es gibt ebenfalls verschiedene Arten von Wohneinrichtungen für Menschen mit Behinderungen, z. B. Anlagen für betreutes Wohnen, Wohnheime oder WGs für geistig behinderte Menschen. Oft gehören diese Wohneinrichtungen zu einem größeren Komplex, zu dem auch andere Elemente wie Werkstätten für Menschen mit Behinderungen gehören.

Die Betroffenen sowie das familiäre / soziale Umfeld benötigen häufig neben Fördermaßnahmen und Behandlung weitere Unterstützung, Rat, Mitgefühl und Austausch. Dies ist zum einen in den Foren seriöser Organisationen und Webseiten möglich wie z. B. der Lebenshilfe, der Caritas, der Arbeiterwohlfahrt, des DRK, der Diakonie und der Aktion Mensch, des gemeinnützigen beta-Instituts, der NetDoktoren sowie von Stiftungen und Ministerien. Zum anderen ist dies über die zahlreichen Selbsthilfegruppen möglich, die es zu spezifischen Arten geistiger Behinderung gibt (auch für Angehörige). Man kann Probleme mit anderen teilen, Infos zu komplexeren Fragen erhalten und geben sowie Trost finden und geben. Adressen zu Selbsthilfegruppen in der Nähe gibt es u. a. bei der Lebenshilfe, der BAG Selbsthilfe sowie der NAKOS. Mittlerweile sind viele Selbsthilfegruppen über Chat und Internet zu erreichen. Eine geringe Entfernung zu einer passenden Selbsthilfegruppe ist deshalb zwar wünschenswert, aber nicht mehr zwingend.

Berufliche Eingliederung

Neue und verbesserte technische Hilfsmittel, Digitalisierung und der zunehmende Fachkräftemangel haben dazu geführt, dass Menschen mit Behinderungen im Arbeitsleben immer stärker benötigt und gut eingesetzt werden. Hinzu kommen Gesetzes- und Vorschriftenänderungen, aber vor allem umfangreiche Förderprogramme in der Regel primär für Unternehmen. Da es zahlreiche verschiedene Behinderungsarten gibt, unterscheiden sich die erforderlichen Eingliederungsmaßnahmen von Fall zu Fall.

Mangelnde Information stellt ein großes Eingliederungsproblem dar. Vor allem in kleineren und mittleren Betrieben ist oft nicht bekannt, welche Zuschüsse es wofür, in welcher Höhe und für welchen Zeitraum es bei der Einstellung von Menschen mit Behinderungen gibt. Daneben herrscht oft Unkenntnis darüber, dass mit speziellen Behinderungen auch Stärken verbunden sein können, z. B. bei starker Sehschwäche ein erhöhtes Konzentrationsvermögen. Hinzu kommt, dass bei vielen Berufen weniger die Theorie als die Praxis gefragt ist – hierfür gibt es die Fachpraktiker / Fachpraktikerinnen. Diese Informationslücken zu schließen, wäre im Prinzip die Aufgabe der Betriebe sowie der Arbeitsvermittler und Arbeitsvermittlerinnen (viele tun dies auch). Aber auch Arbeitssuchende sollten auf derartige Fragen vorbereitet sein, gegebenenfalls in Form einer kleinen Infomappe. Allerdings gibt es auch eine Vielzahl an Betrieben, die bestens informiert und sozial engagiert sind, sich sehr um Menschen mit Behinderungen kümmern und sie einstellen.

Häufig ist eine spezifische Behinderung für eine spezielle Tätigkeit völlig ohne Bedeutung – hiervon müssen Sie das Unternehmen überzeugen. Aber selbst, wenn für einen Nachteilsausgleich eine Förderung notwendig ist, sollten Sie keine Schwellenängste haben, es muss Ihnen nichts peinlich sein: Wenn es ein staatliches Förderprogramm gibt, steht es Ihnen gegebenenfalls auch zu.

Die staatlichen Fördermaßnahmen richten sich im Wesentlichen an Unternehmen und Selbstständige. Sie bestehen meist aus Lohn- und Gehaltszuschüssen, die für Ihre Arbeit bzw. Ihre Aus- und Weiterbildung gezahlt werden. In welcher Höhe und wie lange diese gezahlt werden, hängt vom Einzelfall ab, im Wesentlichen von Art und Schwere der Behinderung. Die entsprechenden Informationen erhält der Betrieb bei der Bundesagentur für Arbeit oder beim zuständigen Jobcenter. Zuschüsse kann der Betrieb auch erhalten, wenn er für die Beschäftigung eines Menschen mit Behinderung behindertengerechte Geräte und andere Dinge anschaffen, aufrüsten oder ändern muss. Hindernis für die Einstellung schwerbehinderter Menschen kann sein, dass sie per Gesetz zusätzliche Rechte genießen, z. B. einen erhöhten Kündigungsschutz sowie zusätzliche Urlaubstage. Gute weitere Infos erhalten Sie u. a. auf den Seiten der Arbeitsagentur sowie des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales.

Zur beruflichen Eingliederung für Jugendliche: Was die betriebliche Ausbildung von Jugendlichen mit Behinderungen betrifft, hat sich in den letzten Jahren in technischer, organisatorischer und finanzieller Hinsicht viel getan. Aber es bleibt noch viel zu tun. Wenn Sie bereits einen Betrieb gefunden haben, in dem Sie Ihre Ausbildung machen möchten, sollten Sie vielleicht anbieten, ein kurzes Praktikum zu machen, um mit Ihren Fähigkeiten zu überzeugen. Da Betriebe oft unzureichend informiert sind, sollten Sie vielleicht auch auf die Tatsache hinweisen, dass ein staatlicher Zuschuss zur Ausbildungsvergütung möglich ist. Zudem gibt es die Möglichkeit einer Ausbildung als Fachpraktiker / Fachpraktikerin, wenn Sie aufgrund Ihrer Behinderung den theoretischen Teil von Ausbildungsberufen weniger erfassen können.

Ein Studium mit Behinderung ist ebenfalls möglich, vielfach auch ein Auslandsstudium. Mittlerweile verfügt nahezu jedes Studentenwerk über ein spezielles Büro für Studierende mit Behinderung. Hier können Sie sich gut beraten lassen, welche Fördermaßnahmen möglich sind, z. B. eine Begleitung oder Zuschüsse für behindertengerechte Studienmittel.

Falls die Behinderung so ausgeprägt ist, dass die Menschen im regulären Arbeitsmarkt nicht vermittelt werden können, stehen ihnen die Werkstätten für Menschen mit Behinderungen offen. Die Werkstätten sind keine Erwerbsbetriebe, also nicht gewinnorientiert. Sie sollen verhindern, dass behinderte Menschen vom Arbeitsleben ausgeschlossen und sozial ausgegrenzt werden. Die Menschen sollen, je nach Art und Schwere der Behinderung, gefördert und vorangebracht werden. Abgestellt auf den Einzelfall wird die Leistungsfähigkeit entwickelt, erhöht oder wiederhergestellt, damit die Menschen ein Mindestmaß an verwertbarer Produktivität erbringen können, z. B. in der Hauswirtschaft oder in der Gartenpflege. Gelegentlich gelingt es, sie soweit zu rehabilitieren, dass sie am regulären Arbeitsmarkt bestehen können, meist arbeiten sie in den Werkstätten.

Wenn Sie aus gesundheitlichen Gründen Ihren alten Beruf nicht mehr ausüben können und weiter am Arbeitsleben teilhaben wollen, fördert die Rentenversicherung im Rahmen einer beruflichen Rehabilitation unter gewissen Voraussetzungen die notwendigen Maßnahmen in hohem Maße.

Einrichtungen für Menschen mit Behinderung

Es gibt unterschiedliche Arten von Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen. Dazu gehören z. B. reine Wohneinrichtungen wie Anlagen für betreutes Wohnen oder Wohngruppen für behinderte Menschen. Heime für Menschen mit speziellen Behinderungsarten existieren ebenfalls, z. B. für stark sehbehinderte und blinde Menschen.

Einen großen Raum nehmen die Werkstätten für behinderte Menschen ein. In ihnen können diese, oft nach einer zweijährigen beruflichen Förderung und von sozialen Fachdiensten betreut, eine ihren Fähigkeiten und Möglichkeiten angemessene Arbeit verrichten. Arbeitsbereiche sind je nach Werkstatt z. B. kleinere Hausmeistertätigkeiten, Digitalisierung analoger Medien, Pflanzen- und Landschaftspflege, Bastelarbeiten, Elektromontage, Wäscherei und Reinigung, Mailing- und Versandarbeiten oder Recycling-Arbeiten. Es kann sich also je nach Talent und Art der Behinderung ein geeigneter Arbeitsplatz finden lassen. Zusätzlich zu den Arbeitsmöglichkeiten bieten die Werkstätten teils andere Kurse an, z. B. Lese- und Rechenkurse oder Sportmöglichkeiten.

Die Werkstätten sind keine Erwerbsbetriebe, also nicht gewinnorientiert. Sie sollen verhindern, dass behinderte Menschen vom Arbeitsleben ausgeschlossen und sozial ausgegrenzt werden. Die Menschen sollen, je nach Art und Schwere der Behinderung, gefördert und vorangebracht werden. Gelegentlich gelingt es, sie soweit zu rehabilitieren, dass sie am regulären Arbeitsmarkt bestehen können.

Neben diesen reinen Wohneinrichtungen und Werkstätten für Menschen mit Behinderungen gibt es Mischformen, z. B. Anbieter, die beides zusammen anbieten. Es gibt auch die Möglichkeit, dass Menschen tagsüber in einer Behindertenwerkstatt arbeiten und nachts zu Hause schlafen. Zahlreiche Angebote in Ihrer Nähe können Sie insbesondere auf der Seite der Bundesvereinigung Lebenshilfe finden.

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Weitere Stichworte zum Thema

Im Bereich ‚Behinderung‘ finden Sie neben den hier beschriebenen noch folgende Stichworte:

  • Bundesvereinigung Lebenshilfe
  • Schulische Inklusionl

Auch diese Stichworte werden ausführlich beschrieben. Sie finden dazu, wie bei allen Stichworten, kurz kommentierte Links.

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